RE: Designer Dogs - 2


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#16

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 20.03.2010 00:01
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Danke Pia, zur "Linienzucht" gibt es ja verschiedene Definitionen. Ich weiß nicht wo du diese her hast, aber eines stimmt keinesfalls: Linienzucht steht nicht im Gegensatz zur Inzucht, Linienzucht ist (eine "Form") der Inzucht.

Typische Merkmale der Nachkommen über mehrere Generationen (wie in deinem Beipiel die Kopfform) können übrigens z.B. auch auf einen "durchschlagenden Vererber" zurückgehen, dafür kenne ich so manches Beispiel.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#17

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 20.03.2010 00:43
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Zitat von Sugar

Zitat von Ludwig
Da hat man glaube ich mehr Freude und weniger Probleme, wenn man sich einen Rassehund aus einer gesunden Linie holt als einen dieser Designer Dogs.

Nur mal der Neugier halber: Was stellst du dir unter einer "gesunden Linie" eigentlich vor? Sprichst du von "Linienzucht" - wobei dieser Begriff allein schon etwas strittig ist, oder meinst du Mutter-Tochter-Linien, oder "Rüdenlinien"? Und wie definierst du die Gesundheit der "Linie", nicht allein der Eltern und vielleicht noch Großeltern.




Eine Linie kann man sich ziemlich bidllich vorstellen, wenn man sich eine Ahnentafel anguckt, und eine Linie zwischen Müttern und Töchtern, bzw. auch Rüden zieht. Also deine erste Definition. Dafür muss nicht unbedingt Linienzucht angewendet worden sein. Ein gutes Beispiel dafür ist Hela Jarks Zucht. Eine Mutter-Tochter-Linie seit 40 Jahren. Und dass sie gesund ist kann man ja ganz einfach anhand der vielen vielen Senioren nachvollziehen. Hela wendet sehr wenig Inzucht an, sondern kreuzt immer "fremde" Rüden aus anderen gesunden Linien ein. Dieses Prinzip halte ich für sinnvoll. Ich persönlich sehe Linienzucht sehr kritisch und würde den IK immer unter 5% halten.

Achja, Gesundheit definiere ich so, dass möglichst viele Ahnen ein hohes Lebensalter erreicht haben, und dass in einer Linie keine Erbkrankheiten vorkommen, was ja mit dem Alter korreliert. Dazu muss man sich natürlich mehrere Generationen angucken, und auch Geschwister, Tanten, etc. Für einen Laien ist es natürlich schwer, da durch zu blicken, aber der Züchter selbst sollte das auf jeden Fall nachvollziehen können.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

zuletzt bearbeitet 20.03.2010 00:44 | nach oben springen

#18

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 20.03.2010 06:43
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Tja Ruth, das klingt zwar recht einfach, ist aber leider mehr als schwierig. Da hängen wir schon an der Definition einer "gesunden Linie". Nur ein paar Beispiele:
Was genau heißt "hohes Lebensalter"?
Wie viele sind "möglichst viele Ahnen"?
Gibt es tatsächlich ausreichend "Linien", in denen keine Erbkrankheiten vorkommen?
Sollen und können tatsächlich alle "Linien", in denen Krankheiten mit genetischer Disposition aufgetreten sind aus der Zucht?
Wo bekommt ein Züchter selbst bei bestem Willen all die Informationen über Verwandte der Ahnen aus fremden Linien her? Ich meine jetzt nicht mal nur, dass vieles verschwiegen wird, es gibt einfach reichlich Züchter, die über das Schicksal ihres Nachwuchses langfristig gesehen gar keine Auskunft geben können, weil sie viele Tiere "aus den Augen verlieren".
usw. usw.

Aber ich denke, wir kommen hier eh nicht weiter. Und bei der derzeitigen Lage der (Rasse)Hundezucht wird wohl noch auf lange Zeit hin die Entscheidung für einen Hund / Welpen in dieser Hinsicht mit dem "Herzen" gefällt werden müssen. Denn mir zumindest würde der Verstand allein sagen, dass es Wahnsinn ist, worauf man sich zwangsläufig hinischtlich der gesundheitlichen Risiken einlässt...


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#19

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 20.03.2010 10:14
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Bei der Dogge liegt das Durchschnittsalter aller Farben, von Rüden und Hündinnen, im DDC, laut Danesworld bei 6,93 Jahren. Alle Hunde, die dieses Alter überschreiten sind wertvoll für die Zucht, weil sie das Durchschnittsalter anheben können. Eine Linie völlig ohne Krankheiten wird es nicht geben, der ein oder andere Fall kann immer auftauchen, deswegen ist eine Linie aber nicht gleich schlecht. Es gibt aber auch Linien, in denen auffällig gehäuft Erbkrankheiten auftauchen, diese sollten gemieden werden. Mag durchaus sein, dass es auch bei einer Linie wie der von Hela ab und zu mal eine Magendrehung oder so etwas gibt, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sie auffällig viele Senioren hervorbringt, und ich würde mir auf jeden Fall eher einen Hund von ihr holen, als irgendeinen Mischling, von dessen Ahnen ich kaum etwas weiß.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#20

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 20.03.2010 21:59
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Ach Ruth, du hast immer so herrlich einfach Lösungen für komplexe Probleme der Zucht.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#21

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 21.03.2010 00:03
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Ich habe nur deine Frage beantwortet. Natürlich ist die Zucht ein hochkomplexes Thema, dass man mit Sicherheit nicht in einem Forumsbeitrag hinreichend erläutern kann. Es spielen ja außer der Gesundheit auch noch ganz andere Themen eine Rolle. Es gibt aber in einigen Linien statistische Häufungen von Senioren, die nichts mit Zufall zu tun haben, sondern genetisch manifestiert sind. Das ist nicht von der Hand zu weisen, sogar der DDC hat das in seiner Studie schon bestätigt. Also sollte man sich doch fragen, was machen diese Züchter anders als die anderen? Und dann findet man vielleicht den richtigen Weg für eine gesunde, langlebige Deutsche Dogge...

Übrigens verstehe ich gar nicht, warum du nicht mehr züchtest. Bei Danesworld stehst du immerhin auf Platz 15 der Altersstatistik, mit immerhin 13 Senioren, und das bei nur 43 Welpen insgesamt. Ich finde, das ist eine gute Bilanz!


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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