Sachbücher rund um den Hund » Designer Dogs


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#1

Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 17.03.2010 00:02
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Dies ist eigentlich das Gegenteil einer Buchempfehlung. Ich war gestern im Bücherladen und habe einbisschen geschmökert, woraufhin ich auf folgendes Buch gestoßen bin:

Designer Dogs - Labradoodle und Co. im Porträt

http://www.amazon.de/Designer-Dogs-Labra...68823474&sr=8-1

Hier wird die Produktion von Mischlingen glorifiziert, in der naiven Vorstellung von Genetik, dass eine Paarung von zwei Rassen zu einem Hund führt, der 50% die Eigenschaften der einen und 50% der anderen Rasse vereinigt. Meiner Meinung nach fehlt in diesem Buch ein Kapitel über das Schicksal von Mischlingen in Tierheimen. Ich finds abartig...


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#2

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 17.03.2010 00:03
von kleines030999 • Really the Best | 4.358 Beiträge

...und die Erwähnung der Tatsache, dass Krankheiten sich ebenfalls vererben und nicht zwei halbgesunde Hunderassen eine gesunde hervorbringen....


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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#3

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 17.03.2010 00:08
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Jup, das habe ich ganz vergessen ;)


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

zuletzt bearbeitet 17.03.2010 00:08 | nach oben springen

#4

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 18.03.2010 05:22
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Diese Mischlinge sind leider absolut "IN", besonders in Großbritannien u.a. angelsächsischen Ländern. Und so lange Rassehundezüchter nicht zeigen, dass sie hinsichtlich Gesundheit und Charakter ihrer Hunde die Nase vorn haben, wundert mich das eigentlich auch gar nicht.

Übrigens hat das wenig mit den typischen Mischlingen in Tierheimen zu tun, denn diese "Designerprodukte" werden in der Regel als etwas ganz Besonderes (und Teures!) gehandelt.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#5

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 18.03.2010 06:44
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Ja, in sind sie leider, und das schwappt auch immer mehr nach Deutschland rüber. Ich glaube eigentlich nicht, dass es etwas damit zu tun hat, dass Rassehunde angeblich kränker sind als Mischlinge. Die Leute, die sich so einen "Designer Hund" holen folgen meiner Meinung nach einem Trend, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich vorher gründlich informieren. Diese Mischlinge werden teil zu horrenden Preisen angeboten, dennoch sind sie noch günstiger als ein Rassehund (mit Papieren) und ich glaube schon, dass sie schneller im Tierheim landen, als ein teurer Rassehund.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#6

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 18.03.2010 07:23
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Tja aber mit Gesundheit (durch "Auszucht") und besonderen charakterlichen Eigenschaften wird nun mal für diese Art der Mischlingszucht geworben. Und welcher Laie kann sich in dem Informationsdschungel rund um Hundekauf wirklich ein objektives Bild verschaffen...?!


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#7

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 18.03.2010 08:04
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Und um noch ein bißl Öl ins Feuer zu gießen:

Theoretisch ist es tatsächlich so, dass die Nachkommen aus der Verpaarung zweier nachweislich phänotypisch gesunder Hunde unterschiedlicher Rassen eine größere Chance haben selbst gesund zu sein, als Nachkommen gesunder Hunde aus reinrassiger Zucht.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#8

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 18.03.2010 10:44
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Wo steht das? Ich habe einen Artikel in der Zeitschrift Dogs (kann ich auch rauskramen für die genaue Quellenangabe) gelesen, von einer anerkannten Genetikerin aus dem VDH, die widerlegt, dass Mischlinge generell gesünder sind. Sie führt auch an, dass Besitzer von Mischlingen weniger oft zum Tierarzt gehen als Besitzer von "teuren" Rassehunden, was zu einer Verzerrung in der Statistik führt.

Das Problem ist ja bei diesen Verpaarungen, dass es sich eben nicht um nachweislich gesunde Elterntiere handelt, Untersuchungen sind ja nicht vorgeschrieben. Ich kenne hier auch so ein paar "Designer-Mischlinge", z.B. aus Rhodesien Ridgeback und Mastiff, die enorme gesundheitliche Probleme haben. Natürlich ist theoretisch ein großer Genpool vorteilhaft, doch die Frage ist wirklich, welche Gene beteiligt sind. Wenn man zwei nachweislich gesunde Doggen miteinander verpaart, die nicht miteinander verwandt sind, hat man eine ebenso große genetische Vielfalt wie wenn man das mit zwei Hunden unterschiedlicher Rassen macht.

Klar, mit angeblich gesunden Mischlingen wird geworben, aber die Käufer haben vermutlich wenig Ahnung von Genetik.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

zuletzt bearbeitet 18.03.2010 10:46 | nach oben springen

#9

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 18.03.2010 18:53
von kleines030999 • Really the Best | 4.358 Beiträge

Das "Mischlinge sind gesünder" ist quatsch.... Bei Rassehunden wird Gesundheit und Lebenslänge nur wesentlich genauer beobachtet! Hier gibt es Untersuchungen und Statistiken, bei den Mischlingen eben nicht.


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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#10

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 19.03.2010 01:40
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Ja, das ist ein wichtiger Punkt, die Datensammlung!

Mischlinge entstehen nunmal aus Rassehunden, meistens in der F1 oder F2-Generation. Darum können sie ja kaum gesünder sein. Das sind sie vielleicht in Gegenden, wo noch auf "Leistung" selektiert wird, z.B. in Rumänien, da überlebt eben nur der Hund, der sich von Anfang an durchsetzt, gegenüber seinen Geschwistern, später gegenüber den anderen Hunden im Dorf, der es schafft, sich Nahrung zu besorgen, und clever genug ist, nicht vom Auto überrollt zu werden. Aber hier in Deutschland werden Mischlinge ja gehätschelt und getätschelt (was auch gut so ist), und es findet keine Selektion nach Gesundheit statt. Warum sollten sie also gesünder sein?

Ich kann es auch aus eigener Erfahrung bestätigen: meine Schwester hatte bisher zwei Mischlingshunde (jetzt hat sie den dritten), einmal Husky-Schäfermix, mit 9 Jahren an Krebs gestorben, nach einigen OPs und enormen Tierarztkosten. Der Krebs ist mit 7 Jahren zum ersten Mal aufgetaucht. Hund Nummer 2, Schäferhund-Collie-?-Mix, ist mit geschätzten 8 Jahren an Magendrehung gestorben. Und auch hier bei uns in der Gegend gibt es einige kranke Mischlinge. Rhidgeback-Mastiff, 4 Jahre, mit schwerer Arthrose, sie braucht jeden Monat Medikamente für über 100 Euro. Beagle-Mix, schwere HD, hat jetzt ein künstliches Hüftgelenk bekommen, etc.pp...


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

zuletzt bearbeitet 19.03.2010 01:42 | nach oben springen

#11

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 19.03.2010 04:56
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Nun die "genetische Logik" ist folgende:
Phänotypisch gesunde Hunde können keine dominant wirkenden Krankheitsgene tragen. Wohl aber rezessive und solche die polygenetisch wirken.
Hunde verschiedener Rassen sind selbstverständlich weniger miteinander verwandt als Hunde der gleichen Rasse. Daher ist statistisch gesehen die Chance, dass sich "krankmachende" Gene der Elterntiere beim Nachwuchs "passend ergänzen" geringer. Auf dieser Basis wendet man AVK und IK auch innerhalb der Rassehundezucht an.

Ich habe nicht behauptet, dass Mischlinge generell gesünder sind. Dies ist aber eng gekoppelt mit der Tatsache, dass bei der Auswahl der Elterntiere hier in der Regel gar nicht auf Gesundheit geachtet wird. Die Betonung liegt auf phänotypisch gesunde Elterntiere! Durchdenkt das doch noch mal.

Übrigens: Ich will keiner Mischlingszucht Vorschub leisten, und es gibt auch gute Möglichkeiten, gezielt innerhalb einer Rasse die Gesundheit zu verbessern. Trotzdem gibt es eine Reihe von Haustiergenetikern, die das gezielte Einkreuzen von Fremdrassen gerade bei solchen Rassen mit kleinem Genpool durchaus für sinnvoll erachten.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#12

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 19.03.2010 05:38
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Du hast natürlich recht, Annette. Der Punkt ist eben nur der, dass die Art und Weise, wie diese Designer Hunde gezüchtet werden, nicht automatisch zu gesünderen Hunden führt. Mit phänotypisch gesunden Elterntieren kann man sowohl gesunde Mischlinge als auch gesunde Rassehunde züchten, wenn man es richtig anstellt. Das wird aber leider in beiden Fällen selten praktiziert, da meist auf Schönheit und nicht auf Gesundheit selektiert wird. Obwohl die genetischen Grundlagen lange erforscht sind und bekannt sein sollten. Theoretisch könnten Mischlinge natürlich gesünder sein, aber in der Praxis sind sie das meiner Meinung nach in den seltensten Fällen. Da hat man glaube ich mehr Freude und weniger Probleme, wenn man sich einen Rassehund aus einer gesunden Linie holt als einen dieser Designer Dogs.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#13

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 19.03.2010 06:40
von kleines030999 • Really the Best | 4.358 Beiträge

Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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#14

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 19.03.2010 22:19
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

Zitat von Ludwig
Da hat man glaube ich mehr Freude und weniger Probleme, wenn man sich einen Rassehund aus einer gesunden Linie holt als einen dieser Designer Dogs.

Nur mal der Neugier halber: Was stellst du dir unter einer "gesunden Linie" eigentlich vor? Sprichst du von "Linienzucht" - wobei dieser Begriff allein schon etwas strittig ist, oder meinst du Mutter-Tochter-Linien, oder "Rüdenlinien"? Und wie definierst du die Gesundheit der "Linie", nicht allein der Eltern und vielleicht noch Großeltern.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

zuletzt bearbeitet 19.03.2010 22:19 | nach oben springen

#15

RE: Designer Dogs

in Sachbücher rund um den Hund 19.03.2010 22:44
von kleines030999 • Really the Best | 4.358 Beiträge

Linienzucht: Zucht mit verwandten Tieren mindestens zweiten Verwandtschaftsgrades. D.h. im Gegensatgz zur Inzucht sind Geschwisterverpaarungen, Eltern-Kind-Verpaarungen usw. verboten. Ein Beispiel wäre Cousin - Cousine.

Wird die Linienzucht unter genauer Aufsicht betrieben, können Rassemerkmale und Gesundheitsaspekte gezielt und verstärkt weitervererbt werden, allerdings muss gerade bei genetischen Erkrankungen (Erbkrankheiten) besondere Aufmerksamkeit gezeigt werden, da diese sich bei Linienzucht noch eher vererben könnnen...

Linienzucht ist oft an den Tieren gut zu erkennen: z.B. wird eine bestimmte Kopfform so weitervererbt, dass man schon beim ersten Blick sagen kann, aus welcher Zucht das Tier stammt.

Laienhaft erklärt, aber ich hoffe doch verständlich.


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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