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NIemals Kleinkinder mit Hunden allein lassen!

in Der Hund in den Medien 26.04.2010 19:36
von kleines030999 • Really the Best | 4.435 Beiträge

Wie gefährlich ist unser Hund für unser Kleinkind? Nach der Tragödie in Cottbus (siehe Beitrag) stellen sich viele Familien diese Frage. Wie man das Zusammenleben von Tier und Mensch sicher gestalten kann, darüber sprach Maria Gerber mit der Tierverhaltensforscherin Dorit Feddersen-Petersen.

Berliner Morgenpost: Frau Feddersen-Petersen, wie bereite ich meinen Hund auf ein Baby vor?
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Dorit Feddersen-Petersen: Eltern müssen ihren Hund nicht speziell auf das Baby vorbereiten. Entscheidend ist, dass der Hund in die Familie integriert ist und dass er gut erzogen ist. Das bedeutet, er gehorcht und weiß, wo seine Tabu-Zonen sind.

Berliner Morgenpost: Wie können sich Hund und Kind ohne Gefahr aneinander gewöhnen?

Dorit Feddersen-Petersen: Hund und Mensch leben in einem sozialen Gefüge und für den Hund ist ein stabiles soziales System in der Familie wichtig. Er muss von Anfang wissen: an wen wende ich mich im Zweifelsfall, wer sagt mir "ja" oder "nein" zu meinen "Fragen". Hunde brauchen Bezugspersonen, die sie ernst nehmen und auf die sie achten. Kein Hund kann "selbstbestimmt" leben. Viele müssen das aber, weil sie keiner erzieht. Nähert er sich beispielsweise dem Kinderwagen und die Eltern wollen das nicht, muss ein lautes und bestimmtes Nein ausgesprochen werden. Der Hund muss das verstehen und darauf reagieren. Klare Rituale und Regeln sind für den Hund wichtig. Dann fühlt er sich sicher und es geht ihm gut.

Berliner Morgenpost: Kann man sagen: Die Kinder sind sicher, wenn sich der Hund sicher fühlt?

Dorit Feddersen-Petersen: Genau. Wenn der Hund Regeln gelernt hat, an die er sich halten kann, dann muss er keine eigenen Entscheidungen treffen, die womöglich das Kind in Gefahr bringen.

Berliner Morgenpost: Kann ich also mein Kind mit einem gut erzogenen Hund alleine lassen?

Dorit Feddersen-Petersen: Nein. Babys und Kleinkinder bis etwa zehn Jahre sollten niemals mit dem Hund alleine gelassen werden. Es können so viele Dinge passieren und der Hund weiß dann nicht, wie er reagieren soll. Angenommen das Baby schreit im Kinderwagen. Der Hund will etwas tun, vielleicht sogar helfen, und springt am Wagen hoch. Der Wagen kann umfallen und das Baby fällt heraus. Der Hund will das Baby dazu bringen, dass es aufhört zu schreien und es kann alles Mögliche passieren.

Berliner Morgenpost: Wenn das Kind im Kleinkindalter ist und mit dem Hund spielen will: Wie sollten Eltern darauf reagieren?

Dorit Feddersen-Petersen: Grundsätzlich sollten Eltern dabei sein, wenn Kind und Hund miteinander Zeit verbringen. Bei jungen Terriern, die gerne herumtollen und bei denen das Spiel auch mal wilder wird und sie etwa das Kind in die Wade zwicken, da sollten Eltern sofort eingreifen. Am besten sie brechen das Spiel sofort ab und erteilen mit lauter Stimme ein Verbot. Wichtig ist, dass der Hund versteht, was verboten wurde.

Berliner Morgenpost: Nach dem Vorfall in Cottbus haben viele Eltern Angst, dass Hunde und Kinder nicht zusammenleben können. Ist die Sorge berechtigt?

Dorit Feddersen-Petersen: Nein, da brauchen sich Eltern keine Sorgen zu machen. Kinder und Hunde - das geht wunderbar. Das Wichtigste ist, dass sich Eltern und Kinder auf den Hund verlassen können und das können sie, wenn der Hund gelernt hat, was er darf und was nicht.

Berliner Morgenpost: Wie lange sollte ein Hund schon in der Familie leben, wenn ein Baby geboren wird?

Dorit Feddersen-Petersen: Das kann ich nicht an einer Zeit festmachen. Wenn der Hund schon ewig in der Familie lebt, aber nicht gehorcht, dann ist es für Babys und Kinder gefährlich.

Berliner Morgenpost: Ist es leichter, wenn Baby und Welpe zusammen aufwachsen und sich der junge Hund von Beginn an auf das Baby einstellt?

Dorit Feddersen-Petersen: Nein. Der Welpe muss, so wie ein Hund, der schon länger in der Familie lebt, das Kind akzeptieren und lernen, was er darf und was nicht. Das hat nichts mit groben Strafen zu tun, sondern mit einer Autoritätsperson, die der Welpe respektiert.

Quelle


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







zuletzt bearbeitet 26.04.2010 19:38 | nach oben springen

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