Hundefreunde unter sich! Was hier als Doggenforum begonnen hat, steht allen offen, die sich für Hunde interessieren und sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen können!

#1

Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 21.05.2010 20:39
von daggy • Junghund | 31 Beiträge

Thüringen: Kampfhunde beißen dreijähriges Mädchen tot
vom 22.05.2010 | dpa

Ein dreijähriges Mädchen ist im thüringischen Sachsenburg von Kampfhunden angefallen und totgebissen worden. Die vier Tiere fielen auch über die Urgroßmutter des Mädchens her, berichtete die Polizei. Die 70-Jährige hatte die Hunde von dem Mädchen wegziehen wollen. Dabei wurde sie im Gesicht und am Arm gebissen.

Die Tragödie spielte sich im Haus der Tante ab, der die Tiere gehören. Die 44-Jährige war gerade im Garten, als das Mädchen mit seiner Urgroßmutter das Haus betrat. Gleich darauf kam der erste Hund auf das Kind zugestürmt. Die Hunde zerfetzten dem Mädchen das Gesicht und zerbissen den Oberkörper.

Hunde eingeschläfert
Als die Hundehalterin schließlich die Tiere von dem Mädchen trennen konnte, war es für die Kleine bereits zu spät. Die Uroma kam ins Krankenhaus. Die Tante steht unter Schock. Die Tiere wurden noch am Abend mit Einwilligung der 44 Jahre alten Besitzerin vom Amtstierarzt eingeschläfert. Das kleine Mädchen hätte in wenigen Tagen seinen vierten Geburtstag gefeiert.

zuletzt bearbeitet 21.05.2010 23:25 | nach oben springen

#2

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 22.05.2010 08:45
von Caro_89 • Worldchampion | 973 Beiträge

Ich kannte die kleine, deren Eltern und auch die Hunde.

Und ich finde noch immer keine Worte dafür...


Liebe Grüße von Caro, den Doggen Dakota, Odin, Arthur & Ivy und AmStaff Chanel!
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#3

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 22.05.2010 08:48
von Pinkabella • Really the Best | 1.611 Beiträge

Caro, auch wenn du sie kanntest und sicherlich das ganze erstma verdauen musst.
Würde es mich sehr brennend interesssieren, wie es dazu gekommen war...

Aus dem Nichts geschieht so etwas nicht. Und wie es mit den Medien in solchen Sachen bestellt ist, wissen wir ja leider alle.


"Unablässig vom Blut getränkt,
ist die ganze Erde nur ein riesiger Altar,
worauf alles,
was Leben hat, geopfert werden muß,
endlos, unablässig..."
Joseph Marie Compte de Maistre (1753 - 1821)

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#4

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 22.05.2010 08:51
von Lina • Worldchampion | 674 Beiträge

Ja gibt schon 2 Versionen bei der einen war es ein "Kampfhund" bei der anderen 4 .. Du wirst nie die Wahrheit wissen bzw erfahren und ich denke Caro weiss das auch nicht genau oder du warst ja nicht dabei ??


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#5

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 22.05.2010 09:01
von Caro_89 • Worldchampion | 973 Beiträge

Nein sicher war ich nicht bei dem Angriff dabei, ich hab aber schon mit den Eltern gesprochen...

Die Frau hat vier Staffordshire Mischlinge gehabt... Übrigens nicht angemeldet beim Amt, was ich selbst nicht wusste. Die Hunde sind aus ner Inzuchtverpaarung, da ich aber öfters mit den Hunden zu tun hatte, weiß ich das sie weder zu mir, noch zu der kleinen oder anderen Hunden aggresiv oder irgendwie anders waren...
Was ich auch weiß, das die Hündin erst Welpen hatte, diese von der Besitzerin aber "beseitigt" wurden. Die Hündin war auch wohl die erste die gebissen hat, nach Erzählung der Oma (it auch als einzige schwarz, also gut zu unterscheiden)... Ob es damit zusammenhing, die anderen haben dann mitgemacht, wohl Rudelverhalten.
Haben sich halt komplett in die kleine verbissen, sie muss richtig zerfetzt gewesen sein. Die Besitzerin war im Garten und konnte die Hunde dann runterreißen, die Oma hat sich ja noch dazwischen geworfen...


Liebe Grüße von Caro, den Doggen Dakota, Odin, Arthur & Ivy und AmStaff Chanel!
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#6

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 22.05.2010 09:02
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Ich habe das gerade bei ZDF heute gesehen, da wird die Geschichte wieder anders erzählt. Die Oma und das Kind hätten im ersten Stock des Hauses gespielt, als die Hunde auf sie losgegangen sind. Das Problem ist, dass die Berichterstattung in diesen Fällen wirklich immer völlig unzureichend ist, darum kann man sich darüber ganz schwer ein Bild machen.

Wie Elli es schon sagt, es gibt immer einen Grund dass so etwas passiert, einfach so geht ein Hund, auch wenn er noch so gestört ist, nicht auf jemanden los.

Aber die wahre Geschichte werden wir bestimmt nicht erfahren.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#7

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 22.05.2010 10:19
von babyfalk • Really the Best | 2.043 Beiträge

Ich habe weder den Zeitungsartikel noch eine Sendung ueber den Fall gesehen.

Manche Rassen sind nicht fuer Kinder- schon gar keine die nicht ein fester Bestandteil im Haushalt sind -geeignet, da kann man rumdiskutieren wie man will....einige Rassen sind gefaehrlicher wie die anderen und es hat nicht immer was mit dem Halter zu tun.
Was man hier wissen muesste, ob die Huendin der Alpha Hund im Rudel ist (das wurde die gemeinsame Attacke eines festen Rudels erklaeren) und ob die Huendin eine Abtreibung (wie weit) hatte oder evtl. geworfen hatte....beide Situationen veraendern das Verhalten eines Hundes.

Auf jeden Fall ist dies alles sehr tragisch und Caro "Mein herzlichstes Beileid"


Liebe Gruesse aus Memphis
Diana & das verrueckte rescue Rudel



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#8

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 23.05.2010 03:53
von Caro_89 • Worldchampion | 973 Beiträge

Die Hündin war auf jeden Fall als erstes im Rudel, so wie ich das immer einschätzen konnte stand sie auf jeden Fall über den anderen.
Die Hündin hatte schon geworfen, die Welpen wurden nach einen Tag beseitigt, wie kann ich leider nicht sagen. Ich wusste nicht das sie die nicht großziehen will...


Liebe Grüße von Caro, den Doggen Dakota, Odin, Arthur & Ivy und AmStaff Chanel!
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#9

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 23.05.2010 04:08
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Also wenn jemand einen Wurf Welpen wie auch immer "entsorgt" hat er meiner Meinung nach ein sehr unemotionales Verhältnis zu Tieren, was schon mal so einiges erklären würde. Wer weiß, wie sie mit den erwachsenen Hunden umgegangen ist. Auf jeden Fall möchte ich nicht eine Rasse verteufeln, das Verhalten wird zwar auch sehr von der Genetik bestimmt, aber da kann es bei jeder Rasse Probleme geben, es kommt immer darauf an, wonach in der Zucht selektiert wird. Und bei den meisten Rassen wird heutzutage das Wesen vernachlässigt, weshalb es immer wieder "gestörte" Exemplare gibt. Wenn diese dann noch in die falschen Hände geraten ist der Teufel los.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#10

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 23.05.2010 04:55
von babyfalk • Really the Best | 2.043 Beiträge

Zitat von Caro_89
Die Hündin war auf jeden Fall als erstes im Rudel, so wie ich das immer einschätzen konnte stand sie auf jeden Fall über den anderen.
Die Hündin hatte schon geworfen, die Welpen wurden nach einen Tag beseitigt, wie kann ich leider nicht sagen. Ich wusste nicht das sie die nicht großziehen will...



Das ist eine toedliche Kombination, einer Alpha Huendin die Welpen abzunehmen und dann auch noch "fremde" Menschen unbeobachtet zu diesem Hund zu lassen. Auch eine nicht aggressive Huendin hat Probleme, wenn der die Welpen genommen werden und kann ohne weiteres austicken.
Das eingefahrene Rudel folgt dem Alpha Hund auf Befehl. Wenn der Besitzer nicht sofort im Rudel ist um so eine Situation zu verhindern bzw. unter Kontrolle zu bringen passieren solche toedlichen Ungluecke.
Uebrigens eine ohrbewegung, Schwanzbewegung oder ein Blick des Alpha Hundes reicht um ein Rudel zu lenken.

In so einem Fall hat die Zeitbombe getickt, ein Hund vergisst es nicht, dass er Welpen hat und haette ohne weiteres nach ein paar Tagen auf die Halterin selber los gehen koennen.


Liebe Gruesse aus Memphis
Diana & das verrueckte rescue Rudel



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#11

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 24.05.2010 22:22
von daggy • Junghund | 31 Beiträge

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/504511
0 | 0 | SZ | Macht| 25.05.2010 10:08

"Die Halter sind das Problem"
In Thüringen haben Kampfhunde eine Dreijährige getötet - nun fordern Politiker den Hundeführerschein
Erfurt - Was sich genau in dem kleinen grauen Haus des Thüringer Ortes Sachsenburg bei Nordhausen abgespielt hat, lässt sich derzeit nicht rekonstruieren. Es muss so schrecklich gewesen sein, dass selbst die Helfer, welche die Opfer zu versorgen versuchten, einen Schock erlitten. Ein dreijähriges Mädchen war von vier Staffordshire Bullterriern zerfleischt worden, die 70-jährige Urgroßmutter, die sich schützend vor das Kind geworfen hatte, wurde von den Hunden schwer verletzt. Jetzt diskutieren die Politiker, ob die gesetzlichen Bestimmungen für Kampfhunde in Thüringen ausreichend sind. So forderte der SPD-Innenpolitiker im Erfurter Landtag, Heiko Gentzel, die Auflagen müssten verschärft werden. Hingegen lenkte Thüringens Innenminister Peter Michael Huber (CDU) den Blick auf die Hundebesitzer: 'Nicht die Hunde sind das Problem, sondern die Halter.'





Am späten Freitagnachmittag war das furchtbare Unglück passiert. Wie schon häufiger hatte die Urgroßmutter mit dem kleinen Mädchen die Tante in Sachsenburg im Kyffhäuserkreis besucht. Während die alte Dame sich mit dem Kind im Obergeschoss des Hauses aufhielt, war die 44-jährige Hundebesitzerin im Garten. Irgendwann müssen die Hunde unbemerkt ins Haus gelaufen sein. Als die Urgroßmutter sich mit dem Kind in Sicherheit bringen wollte und dabei stürzte, fielen sie über das Kind her. Die Tante will im Garten weder Schreie noch ein Bellen der Hunde gehört haben, erst als eines der Tiere mit Blut am Hals zu ihr gelaufen kam, sei sie misstrauisch geworden, berichtete sie später der Polizei. Die 44-Jährige eilte hinauf und konnte die Tiere unter Kontrolle bringen.

Für das kleine Mädchen aber kam jede Hilfe zu spät: Wie der Amtstierarzt Gunter Wolf später berichtete, hatten die Hunde das Kind 'ganz aggressiv' in den Kopf gebissen und selbst nicht von ihrem Opfer abgelassen, als das Mädchen schon kurz vor dem Tode stand. Den Helfern der benachrichtigen Rettungsleitstelle bot sich ein grausiges Bild in dem grauen Haus - ein Sprecher berichtete, dass sie aufgrund des Anblicks vor Ort psychologisch betreut werden mussten. Auch die 44-Jährige erlitt einen Schock, die Eltern sind nach Auskunft der Polizei 'nicht ansprechbar' - die Dreijährige war das einzige Kind der Familie.

Die Leiche des Mädchens wurde zur Obduktion nach Jena gebracht. Bei den Tieren hatte der Amtstierarzt noch am Abend einen Tollwut-Schnelltest veranlasst, dessen Ergebnis jedoch negativ war. Mit dem Einvernehmen der Tante wurden die Hunde eingeschläfert. Wie es heißt, handelte es sich um eine Hündin mit ihren drei 18 Monate alten Jungen. Nach den Angaben der Polizei hatten sie sich stets frei im Haus bewegen dürfen, ohne dass sich je ein Zwischenfall mit dem Kind ereignete, das öfters zu Besuch kam. Ein Nachbar soll sich jedoch mehrfach über die Aggressivität der Tiere beschwert haben.

Rasse spielt kaum eine Rolle

Die Hunde der Rasse Staffordshire Bullterrier fallen in einigen Bundesländern unter die Kampfhundebestimmung, in Thüringen ist dies hingegen nicht der Fall, da der entsprechenden Verordnung keine Rasseliste beigefügt ist. Das würde der SPD-Innenpolitiker Gentzel nun gerne ändern. Landesinnenminister Huber hält es für sinnvoller, eine Halterprüfung einzuführen, unabhängig von der Rasse ab einer bestimmten Größe des Hundes. Wichtig sei, sicherzustellen, dass der Halter seinen Hund in jeder Situation beherrsche. Tatsächlich zeigen die Unglücke der letzten Monate, dass selbst Hunde vermeintlich ungefährlicher Rassen ausrasten können: So tötete in Cottbus Ende April ein Husky-Mischling ein acht Wochen altes Baby, in Österreich bissen zwei Rottweiler eine 78-Jährige zu Tode.

Der Ethologin Dorit Feddersen-Petersen zufolge spielt die Rasse bei solchen Fällen kaum eine Rolle. Eine Studie der Universität Hannover hat ergeben, dass Hunde vermeintlich gefährlicher Rassen wie Bullterrier oder Dobermann im Grunde nicht aggressiver als Golden Retriever sind. Doch seien viele Halter nicht in der Lage, ihrem Hund Sicherheit durch die nötige Erziehung zu geben, meint Feddersen-Petersen: 'Ein Hund braucht Führung, er muss lernen, dass der Mensch stets der Ranghöhere ist.'

Autor: Christiane Kohl

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#12

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 25.05.2010 01:24
von Ludwig • Really the Best | 1.461 Beiträge

Das ist mal ein vernünftiger Zeitungsartikel mit konstruktiven Vorschlägen zur Lösung des Problems und nicht nur Hetzerei.

Für mich liest es sich so, dass es sich um ein eingeschweistes, relativ unkontrollierbares Hunderudel handelte, dass die kurzzeitige Schwäche der Großmutter beim Sturz sofort ausnutzte, um die Oberhand zu gewinnen. Was da vorherige Misshandlungen der Hunde oder genetische Faktoren für eine Rolle spielen lässt sich schwer nachvollziehen.

Fakt ist, dass eine Hundehalterprüfung das einzige Mittel ist, dieses Problem in den Griff zu kriegen. Wenn ich mir so anschaue, was für Leute teilweise mit Hunden rumlaufen, dann wundert es mich um ehrlich zu sein, dass nicht noch mehr passiert.


Liebe Grüße,
von Ruth und Ludwig

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#13

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 25.05.2010 02:33
von kleines030999 • Really the Best | 4.435 Beiträge

Ich bin auch der Überzeugung, dass nur eine gute Halterprüfung und zwar für alle Hundehalter das richtige Mittel wäre, um schwere Beissvorfälle zu verhindern.


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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#14

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 25.05.2010 05:23
von Sugar • Teenie | 60 Beiträge

In der Theorie mag der "Hundehalterprüfung" gut sein, in der Praxis sehe ich kein angemessenes Verhältnis zwischen behördlichem Aufwand und echtem Nutzen. Leider verhindert eine Kfz-Führerscheinprüfung auch nicht, dass Verkehrsteilnehmer sich unvernünftig bis grob fahrlässig verhalten. Und wenn ein Hund Herrn oder Frau XY gehört, wird wohl kaum auch die im Hause lebende - oder gar zu Besuch kommende - Oma eine Prüfung absolvieren. Hinzu kommt, dass oft (wie auch in diesem Falle!) die Hunde gar nicht angemeldet sind, sich also jeder behördlichen Auflage entziehen würden.


Es grüßt
Annette mit dem "Kruse-Rudel"

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#15

RE: Mädchen totgebissen

in Der Hund in den Medien 25.05.2010 19:14
von kleines030999 • Really the Best | 4.435 Beiträge

Darin liegt wohl das größte Problem: gerade die Leute, für die es wichtig wäre, werden sich dem ganzen entziehen.

Ist doch das gleiche mit der erhöhten Hundesteuer für sogenannte Kampfhunde: während Otto Normalberbraucher daran zu knacken hat, obwohl er die Hunde anständig halten würde, zahlen die Herrschaften aus dem Rotlichtmilieu die Steuern aus der Portokasse....


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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