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Tipps für Hund im Urlaub

in Der Hund in den Medien 20.06.2010 19:54
von kleines030999 • Really the Best | 4.435 Beiträge

Schnauze mit UV-Schutz eincremen
Auch Hunden wird im Auto schlecht, sie bekommen Sonnenbrand, und ein Sicherheitsgurt kann ihnen das Genick brechen. Unvorbereitet sollte niemand mit seinem Vierbeiner verreisen.
Egal wie groß, Hunde sind gerne überall dabei – auch auf Reisen
"Grundsätzlich steht einer Urlaubsreise mit Hund nichts im Weg“, erklärt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen in Dortmund. Allerdings muss man bereits vor Antritt der Reise die entsprechenden Vorbereitungen treffen. Neben Einreisebestimmungen, EU-Heimtierausweis und der Art der Anreise gibt es einiges zu bedenken. Die wichtigste Frage lautet: „Ist ein Vierbeiner im Urlaubsquartier überhaupt gerne gesehen?“

Hunde müssen zwar keine Koffer packen, aber dennoch benötigen sie wichtige Utensilien, wenn es auf die Reise geht. Futter- und Wassernäpfe gehören zum Gepäck. Auch das Lieblingsspielzeug sowie eine weiche Hundedecke sollten keinesfalls fehlen. Abhängig vom Ziel der Reise sollte man außerdem daran denken, Hundefutter mitzunehmen. Oft ist die gewohnte Futtersorte am Urlaubsort nicht erhältlich oder wird für einen horrenden Preis angeboten.

Hunde-Apotheke und Maulkorb nicht vergessen

In die Hunde-Apotheke gehören Wunddesinfektionsmittel, Wundspray, Mull, eine Zeckenzange, Beruhigungsmittel für anstrengende Reisen sowie Heilsalbe für rissige Pfoten. „Zusätzlich sollte man sich beim Tierarzt erkundigen, welche besonderen Vorsorgemaßnahmen sich für das Ferienziel empfehlen, wie beispielsweise eine Zeckenprophylaxe“, sagt Jana Malinowski von der Tierklinik in Stommeln.

In manchen Ländern ist es Pflicht, Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Fährschiffen Leine und Maulkorb anzulegen. Wenn man ein solches Ziel ansteuert, dürfen Halsband, Leine und Maulkorb also nicht fehlen. In jedem Fall sollte man sich rechtzeitig vor der Abreise erkundigen, welche Impfungen und Papiere nötig sind und was man als Hundebesitzer jenseits der Grenzen beachten muss – sowohl am eigentlichen Urlaubsdomizil als auch in einem Transitland.

Fasten vor der Autofahrt

Autofahren macht den meisten Hunden Spaß. „Allerdings gibt es Hunde, die das überhaupt nicht mögen“, weiß der Grevenbroicher Hundetrainer Oliver de Vries. Er empfiehlt, diese Tiere während der Urlaubszeit lieber daheim in einer Pflegefamilie oder Hundepension unterzubringen. Zumeist aber gewöhnt sich ein Hund ans Autofahren – mitunter nach ein bisschen Training. „Unternehmen Sie anfangs nur kurze Fahrten, dann kann sich das Tier auf die noch ungewohnte Umgebung einstellen“, rät de Vries.

Vor einer langen Fahrt sollte immer Zeit für einen Spaziergang mit dem Hund sein, damit er sich entleeren kann. Zudem sollte man darauf achten, dass sich das Tier vor der Fahrt nicht unkontrolliert „den Bauch vollschlägt“. Ein voller Magen kann bei einem reisenden Hund Übelkeit verursachen und einen unangenehmen Brechreiz auslösen. Um das zu vermeiden, sollte der Hund während der letzten Stunden vor der Abreise nichts mehr zu fressen bekommen.

Besonders achten muss man bei Autoreisen auf die Sicherung des Hundes. Zur Auswahl stehen Hundereiseboxen, in denen das Tier bei entsprechender Platzierung und Sicherung am besten geschützt ist, oder ein Sicherheitsgurt, der am Rücksitz montiert und am Brustgeschirr befestigt wird. Wer seinen Vierbeiner mit dem Halsband sichert, begeht einen folgenschweren Fehler: „Schon bei einer kräftigen Bremsung wird der Hund gewürgt, im schlimmsten Fall droht ein Genickbruch“, warnt Kopernik.

Immer schön Gassi gehen

Da Hunde nicht schwitzen, müsse man sie bei Autoreisen auch vor der Sonne schützen. „Die hinteren Seitenscheiben des Fahrzeugs können beispielsweise mit einem leicht zu installierenden Sonnenschutz versehen werden. Auch ein feuchtes Handtuch, das man einfach für wenige Minuten auf den Hundekörper legt, kann hilfreich sein“, sagt Kopernik. Bei großer Hitze muss man zudem auf eine regelmäßige Versorgung mit frischem Trinkwasser achten, und die vierbeinigen Urlaubsbegleiter sollten niemals allein im Auto zurückgelassen werden.

Colourbox
Eine Hunde-Box ist sicherer als den Vierbeiner anzuschnallen
Während der Urlaubsfahrt sind Pausen wichtig. „Ungefähr alle zwei Stunden sollte man einen kleinen Auslauf unternehmen“, rät Tierärztin Malinowski. Ein Rat, den Autofahrer übrigens auch ohne Hund beherzigen sollten. Bei der Ruhepause auf einem Rastplatz sollte das Tier stets angeleint sein. Denn auch wenn der Hund ansonsten auf das leiseste Kommando hört, kann es passieren, dass er verunsichert auf die ungewohnte Umgebung, den Reisestress und unbekannte Geräusche reagiert.

Am Urlaubsziel muss der Hund langsam an die neue Umgebung gewöhnt werden. Dabei helfen beispielsweise ausgedehnte Spaziergänge. „Man sollte seinen Hund niemals gleich allein lassen“, betont die Tiermedizinerin.

Quelle


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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