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Neue Ära im Tierschutz in Serbien

in Der Hund in den Medien 17.10.2009 04:17
von kleines030999 • Really the Best | 4.435 Beiträge

Am 21. Oktober 2009 weiht die Stadt Belgrad ein neu errichtetes Kastrationszentrum ein. Die Tierärzte des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) werden als erstes Team das Zentrum nutzen. Mit der offiziellen Unterstützung von Kastrationsaktionen zur Begrenzung der Streunerpopulationen beginnt eine neue Ära in der serbischen Hauptstadt, in der rund 150.000Streuner leben. Bislang lebten und starben Tausende Hunde in Belgrad unter katastrophalen Bedingungen. Seit Jahren engagieren sich der ETN und Tierschützer vor Ort für das Ende der grausamen Tiertötungen.

Nach zahlreichen Gesprächen ist es dem ETN und seinen Mitstreitern vor Ort gelungen, die Regierung der Stadt Belgrad davon zu überzeugen, dass die Zahl der Streuner einzig durch Kastrationen nachhaltig begrenzt werden kann. Die Verantwortlichen der Stadt befürworten die Maßnahme ausdrücklich, haben den Bau eines Kastrationszentrums unterstützt und die Tierärzte des ETN eingeladen, die Kastrationen durchzuführen. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Belgrad ist vorbildlich“, erklärt Dieter Ernst, Geschäftsführer des ETN e.V. „Die ersten Erfolge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Daher danken wir der Stadt für ihre Unterstützung und ihr Engagement.“

Rita Lünsmann, erste Vorsitzende der Tierhilfe direkt e.V. aus Bremervörde, ist ETN-Partner vor Ort. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen der Streuner zu verbessern, seit sie bei einem Besuch die ausgehungerten und zum Teil misshandelten Tiere gesehen hat. „Die unvorstellbare Not der Hunde in Serbien hat mich nicht mehr losgelassen“, schildert Lünsmann den Grund für ihr Engagement. Ein Jahr dauerte es, bis sie 1996 in Serbien das erste kleine Tierasyl eröffnete und beginnen konnte Kastrationsaktionen durchzuführen. Für diese Pionierarbeit in einem Land, in dem der Tierschutz „noch in den Kinderschuhen steckt“, wurde sie am 11.10.2009 mit dem Tierschutzpreis der Hans-Roenn-Stiftung ausgezeichnet.

„In Serbien ist das Wort ‚Tierschutz‘ noch nahezu unbekannt. Dadurch, dass es fast keinen Tourismus gibt, dringt die katastrophale Situation der Tiere so gut wie gar nicht an die Öffentlichkeit“, schildert Christina Jevtić von Euro-P.a.s. die Situation. Die mit einem Serben verheiratete Münchnerin kämpft an der Seite der Tierhilfe direkt in Serbien. In Belgrad wurden bislang alle Hunde, so Christina Jevtić, die nicht erwünscht sind, von Hundefängern eingesammelt. Die Tiere wurden in einem winzigen Raum ohne Wasser und Futter zusammengepfercht. Nach sieben bis zehn Tagen wurden sie getötet – wenn sie bis dahin überlebt haben. Die meisten Tiere haben sich vorher gegenseitig aus Angst oder Hunger totgebissen oder sich mit Krankheiten angesteckt, an deren Folgen sie entweder schnell verendeten oder qualvoll dahinvegetierten. Tiere, die nach zehn Tagen noch nicht tot waren, wurden mit dem verbotenen Nervengift T61 getötet.

Quelle


Liebe Grüße, Pia mit Astra, Merlin und Abebi, Paul, Moco und besonders Rüdiger für immer in unseren Herzen...







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